Brandenburg hat ein Netzwerk für Quantentechnologie aufgebaut, das Forschungseinrichtungen wie DESY, das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP), die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die Technische Hochschule Wildau zusammenbringt.
Die Brandenburger Roadmap für Quantentechnologie, die 2024 veröffentlicht wurde, beschreibt die strategische Vision, die Hauptstadtregion durch einen partnerschaftlichen Ansatz als attraktiven Standort für Quantentechnologie-Anwendungen zu etablieren. In Brandenburg konzentrieren wir uns darauf, ein Vorbild für praktische Quantenanwendungen, Anwendungsfälle und Fachkräfteentwicklung zu werden. Die Roadmap betont sektorübergreifende Zusammenarbeit, gemeinsame Ausbildungsprogramme und anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Quantencomputing, Quantenkommunikation, Quantensensorik und Materialentwicklung. Mit seinem etablierten Photonik-Cluster, gemeinsamen Laboren für praxisnahe Ausbildung und dem Engagement für offenen, integrativen Netzwerkaufbau zielt Brandenburg darauf ab, eine regionale Quanten-Wertschöpfungskette zu schaffen, die sowohl wissenschaftlicher Exzellenz als auch industrieller Anwendung dient.
Deutschland hat Quantentechnologie als strategische Priorität in seiner Hightech-Agenda verankert und erkennt das globale Marktpotenzial von rund 2 Billionen US-Dollar bis 2035. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 mindestens zwei fehlerkorrigierte Quantencomputer auf europäischem Spitzenniveau zu realisieren und durch gezielte Investitionen in Forschung und Technologietransfer führend in Quantencomputing, Sensorik und Kommunikation zu werden.
Brandenburg verfolgt dabei einen eigenständigen Ansatz: Statt mit etablierten Quantenzentren wie München zu konkurrieren, positioniert sich die Region als Testfeld für praxisnahe Anwendungen und Industriekooperationen. CQTA verbindet nationale Quanteninitiativen mit regionalem Innovationsbedarf, durch neutralen Zugang zu Quantencomputing-Ressourcen und anwendungsorientierte Forschung. Im Rahmen der Brandenburger Roadmap für Quantentechnologie trägt CQTA zum Aufbau von Fachkräften und sektorübergreifenden Partnerschaften bei und bringt Deutschlands Quantenambitionen auf die regionale Ebene.
Europa positioniert sich durch das Quantum Technologies Flagship als globaler Akteur in der Quantentechnologie – eine Initiative über 1 Milliarde Euro und 10 Jahre, die 2018 gestartet wurde. Die neu verabschiedete Quantum Europe Strategy zielt darauf ab, Europa bis 2030 als globalen Marktführer im Quantenbereich zu positionieren, indem ein widerstandsfähiges, souveränes Quanten-Ökosystem gefördert wird. Ein zentrales Infrastrukturelement ist das EuroHPC Joint Undertaking, das sechs Standorte in der EU ausgewählt hat, um Quantencomputer in Supercomputer zu integrieren – mit einer Gesamtinvestition von 100 Millionen Euro.
CQTA plant, aktiv zu diesem europäischen Quanten-Ökosystem beizutragen, mit besonderem Fokus auf Osteuropa, wo sich einige der führenden Einrichtungen befinden, darunter Polens Poznan Supercomputing and Networking Center (PSNC), das PIAST-Q beherbergt, den ersten öffentlich zugänglichen EuroHPC-Quantencomputer, sowie IT4Innovations in Ostrava, Tschechien, Heimat des VLQ-Quantencomputers. Durch geplante Verbindungen mit osteuropäischen Ländern möchte CQTA den grenzüberschreitenden Wissensaustausch stärken und zum Aufbau einer inklusiveren europäischen Quantenlandschaft beitragen – als Brücke zwischen etablierten westlichen Quanten-Zentren und aufstrebenden Ökosystemen im Osten.